GRÜNE Harsewinkel

Antrag auf Einführung eines "städtischen" Coffee-to-go- Mehrwegbechers

Antrag auf Einführung eines "städtischen" Coffee-to-go- Mehrwegbechers

24.07.2018 von Juan Carlos Palmier

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Einführung eines „städtischen“ Coffee-to-go-Mehrwegbechers zu erarbeiten und gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung nach interessierten Kooperationspartnern unter den Geschäftsleuten in der Stadt Harsewinkel zu suchen, um früh-zeitig nach Einführung des „Harsewinkel-to-go-Bechers“ eine ausreichend große Anzahl von Akzeptanz- und Annahmestellen zu gewährleisten.

Es soll eine entsprechende Marketing-Kampagne zur Einführung der Kaffeebecher entwickelt werden, mit dem Ziel, dem Umwelt-Projekt Starthilfe zu geben und das neue System in der innovativen Mähdrescherstadt bekannt zu machen. Je nach Möglichkeiten sollen die Kaffeebecher in Deutschland, noch besser in NRW gefertigt werden.

Begründung:

Jeder dritte Kaffee, der nicht zu Hause konsumiert wird, wird aus einem Einwegbecher getrunken. Häufigste Bezugsquelle ist dabei die Bäckerei. Mittlerweile sind Coffee-to-go-Becher aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Doch gerade ihre unreflektierte Beliebtheit führt zu massiven Problemen. Drei Milliarden Coffee-to-go-Becher werden in Deutschland jährlich benutzt. Die Deutsche Umwelthilfe hat ausgerechnet, dass heruntergebrochen stündlich 320.000 Pappbecher verbraucht werden. Im Durchschnitt landen sie nach nur 15 Minuten im Müll oder werden achtlos auf der Straße weggeworfen. 

Die Produktion von Coffee-to-go-Bechern verschlingt in hohem Maße natürliche begrenzte Ressourcen und wertvolle Energie. Für das Papier der hierzulande benutzten Pappbecher werden pro Jahr 43.000 Bäume gefällt und 320 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht. Das entspricht in etwa dem Jahres-bedarf von rund 100.000 Haushalten. 

Es ist an der Zeit, das zu ändern. Mehrwegsysteme für Kaffeebecher sind somit greifbarer Umwelt-schutz. 

Unserer Nachbarstadt Bielefeld ist es gelungen, einen sehr begehrten Mehrwegbecher zu designen und zu etablieren. Daher bietet es sich für die städtische Recherche an, sich mit dem Umweltamt der Stadt Bielefeld sowie dem Stadtmarketing von Bielefeld auszutauschen und sich nach den dortigen Erfahr-ungen und der Umsetzung zu erkundigen.

Auch in anderen deutschen Städten gibt es bereits ökologisch wert- und sinnvolle Becher aus bis zu 100 Prozent biologisch abbaubaren pflanzlichen Materialien, die robust, langlebig und sogar spülmaschinen- und mikrowellengeeignet sind. 

Das Konzept und die Ergebnisse der Prüfung sollen noch in 2018 dem zuständigen Fachausschuss vorgestellt werden. 

Kommentar schreiben

(freiwillig)
(freiwillig, wird nicht veröffentlicht)
O:-) :\'-( >:-) :-p 8-) X-D :-* :-| :-( :-D :-) :-o ;-)
Datenschutzhinweis · Impressum · nicht angemeldet. Login / Registrieren

cc-by-sa DE 3.0 Die durch Bündnis 90/Die Grünen Harsewinkel erstellten Inhalte sind nach dem deutschen Urheberrecht geschützt.
Sofern nicht anders angegeben, stehen die Texte dieser Seite unter einer Creative-Commons-Lizenz:
Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 DE
no_og
no_og
no_og
no_og
x
lade... Bild